Eindrücke von Maupiti
Die Tage gehen dahin und wir genießen den tollen Ankerplatz und einen Spaziergang zum Pass, der uns einmal mehr beeidnruckt.
An den anderen Tagen sind wir einmal mit dem Dinghi in den Ort gefahren. Die Gesamt-Einwohnerzahl der Insel beträgt rund 1.300 Menschen. Entsprechend beschaulich war das Leben im Hauptort. Alle Menschen die uns begegnet sind, waren sehr entspannt und freundlich.
Wir schlendern die Hauptstraße entlang und unsere Nase führt uns zu einem erstaunlich großen und auch erstaunlich vollen Restaurant. Es duftet super lecker und die Portionen auf den Tellern der anderen Gäste sind riesig. Ortüblich besteht das Restaurant aus locker gruppierten Tischen und Stühlen unter einem großen Dach ohne Wände. So hat man frische Luft und einen guten Rundumblick. Wir genießen den tollen Blick über die Lagune auf das gegenüberliegende Motu und lassen uns das super leckere Essen gut schmecken. Die Portionen sind wirklich riesig, wir schaffen nur die Hälfte und lassen uns die Reste einpacken.
Für Samstag waren wir mit zwei anderen Crews zum Lunch auf dem Motu am Paß verabredet. Zwei französische Kanadier, eine Engländerin und ein Australier, wir sind sehr international aufgestellt und die Kanadier können sich gut mit den Einheimischen verständigen. Jeden Samstagmittag veranstalten Einheimische ein großes, traditionelles, polynesisches Essen am Strand auf dem Motu. Die Kanadier hatten unsere Gruppe angemeldet und wir entrichten unseren Obolus. Der Bootsparkplatz vor dem Strand ist schon ziemlich gut gefüllt, wir verankern unsere Dinghis, springen in´s Wasser und waten an Land. Außer uns Seglern bringen viele der lokalen Ausflugsboote Gäste zum Essen, es gibt einige kleine private Pensionen auf der Hauptinsel und den umgebenden Motus. Dieses traditionelle Essen ist offensichtlich ein Magnet für viele Urlauber und Einheimische. Insgesamt schätzen wir rund 200 Gäste. Alles ist sehr einfach gehalten, wir wurden informiert, dass es Teller gibt, aber das wir Besteck selber mitbringen sollen. Ebenso eigene Getränke. Es gibt ein großes Schattendach, unter dem viele lange Tische und Bänke stehen. Und eine Menge kleine Tische sind locker zwischen den Palmen gruppiert.
Bevor es los geht, gibt es ein paar freundliche Worte zur Begrüßung und einige Erklärungen zur Insel Maupiti. Dann sind alle eingeladen, zuzusehen, wie der Erdofen geöffnet wird. Ui, das ist schwere Arbeit und als die Abdeckung entfernt wird, schwallt ein mächtiger Schub heiße Luft heraus. Der Erdofen ist ziemlich tief und die Männer holen mehrere Lagen gut gefüllte Metallkörbe aus der heißen Erde.
Dann wird alles auf großen Platten servierfertig gemacht und schließlich als Büffet auf mehreren Tischen verteilt angeboten. Es gibt Hühnchen und Schwein, als Gemüse Brotfrucht, Tarot, Kochbanen und Kürbis. Der Kürbis schwimmt in weißer Soße und hat die Konsistenz und das Aussehen von Wackelpudding, sieht hübsch aus und schmeckt wie Kürbis, sehr interessante Variante. Außerdem gibt es noch einen leckeren Salat mit rohem Fisch und als besonders traditionelles Gericht über mehrere Tage eingelegten, fermentierten Fisch mit Kokossoße. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, wir probieren den Fisch, aber er schmeckt etwas streng. (Nicht so schlimm, wie der über Monate eingebuddelte Hai, den ich mal auf Island probiert habe.)
Zwischen den Tischen und Palmen laufen nicht nur Hunde und Kinder umher, sondern ganz relaxt auch ein ziemlich großes Schwein. Natürlich überlegen alle, ob dies wohl der Braten für den nächsten Samstag ist…












