Apia, die Hauptstadt von Samoa
17.06.2026: Marina Apia
Als wir am nächsten Tag die Info bekommen, dass ein Liegeplatz für uns frei geworden ist, holen wir das Dinghi hoch und machen MACARENA klar zum Anlegen. Genau dann setzt so kräftiger Regen ein, dass wir uns entscheiden, lieber noch eine Nacht vor Anker zu bleiben. das macht nichts, da der Blick an Land sehr schön ist. Wir zählen acht Kirchen entlang der Uferstraße. Die größte und prächtigste ist die katholische Kathedrale (s. Beitragsbild).Aber auch diverse kleinere Kirchen sind gut zu erkennen.
Mit dem Regen dreht der Wind und unser Ankerplatz wird ziemlich rollig. So sind wir froh, dass am nächsten Morgen wieder die Sonne scheint und wir in die Marina verholen können. Debra und Kevin von der „Arvonna“ haben angeboten, unsere Leinen anzunehmen, was wir gerne annehmen. Nachdem wir fest sind bauen wir unser „Vorzelt“ diesmal über dem Großbaum auf, so dass der Salon im Schatten bleibt und die Decksluken einigermaßen geschützt offen stehen können. Außerdem installieren wir den Wasserschlauch und das erste Mal seit Martinique (März 2024) können wir Landstrom legen. Das hiesige Stromnetz bietet 240 Volt mit 50 Herz. Dies ist gleichzeitig der erste Test, ob unser Landanschluß nach dem Umbau der Batterien und des Victron-Bordnetzes überhaupt funktioniert. Zum Glück läuft alles rund.
Erste Erkundung in Apia
Mit dem Taxi fahren wir in´s Zentrum von Apia, als allererstes brauchen wir einen ATM, damit wir die einheimische Währung (Tala) ziehen können. Danach machen wir uns auf die Suche nach Knopfzellen-Batterien, schlendern ein bisschen durch die Straßen, stöbern in ein paar Läden und schauen uns um. Die Menschen, die uns begegnen sind alle sehr freundlich, kommunikativ und offen. Ihr Englisch unterscheidet sich deutlich von dem, was wir kennen und manchmal braucht es gegenseitig mehrere Ansätze, bis die Verständigung klappt. Alles wird mit viel Geduld und Lachen begleitet.
Schließlich gelangen wir in den großen „Matagialalua Friendship Park“ hinter den Government- und Zentralbank-Gebäuden. Ein sehr schön angelegter Park an der Waterfront, mit Picknick-Areas, Schattenplätzen, einem großen Teich und darüber schwebenden hölzernen Wegen auf Stelzen. Gegen Abend sind viele Einheimische hier unterwegs, schlendern des Weges, viele joggen.
Den nächsten Abend gehen wir in das nahegelegene Restaurant „Paddles“. Was wir vorher nicht so richtig realisiert hatten, ist, dass die Besitzer tatsächlich Italiener sind und aus Venedig stammen. Mit großer Herzlichkeit bieten sie eine ganz hervorragende italienische Küche, begleitet von italienischem Flair und Lebensart. Wir fühlen uns sehr wohl und genießen das ausgezeichnete Essen, einschließlich einer leckeren „Tiramisu“ zum Nachtisch. Hinterher sind wir sooo satt und zufrieden, damit sind alle Entbehrungen der Überfahrt mehr als wettgemacht.
In seinem Restaurant stellt Giovanni auch Kunst seiner Schwester aus, die uns wirklich begeistert.
Auf dem Weg zurück zum Hafen beobachten wir noch eine außergewöhnliche Planetenparade incl. Mond:
Insgesamt fühlen wir uns sehr wohl hier auf Samoa. In der nahegelegenen Hafenbar treffen wir immer wieder andere Segler, unterhalten uns angeregt und tauschen Reisepläne und Erfahrungen aus. Hier auf der Terrasse spielt jeden Abend Musik, die uns grundsätzlich sehr angenehm ist. Der Samoa Musikgeschmack ist in den 80er und 90er Jahren hängengeblieben und deckt sich sehr mit unseren Vorlieben. Allerdings haben wir andere Vorstellungen hinsichtlich der Lautstärke. Bis 20.00 Uhr ist es laut, aber noch einigermaßen erträglich, danach drehen sie richtig laut auf. Das ist dann die Kehrseite unseres Liegeplatzes, MACARENA liegt direkt im Trichter der Lautsprecher und zum Schlafen brauchen wir Ohropax.
In den nächsten Tagen besuchen wir mal das Tourist-Office und erkundigen uns über lohnenswerte Ausflugsziele.

Auch andere Hinweise und Unerwartetes gibt es zu entdecken:
Außerdem checken wir den ersten Supermarkt und den großen Obst- und Gemüsemarkt.
Dort erstehen wir unbekannte Früchte, gelbe Abiu. Sie schmecken gut und sind relativ süß, jedoch oxidiert das Fruchtfleisch sofort, ich kann kaum schnell genug schälen, schon verfärbt sich das weißliche Fleisch bräunlich. Im Müsli in Verbindung mit Äpfeln ist sie sehr lecker.










