Ankern am Reef-Resort vor Mala Island
Samstag, 22.08.2026
Die Eindrücke der Waltour wirken noch nach und wir verbringen ein paar ruhige Tage an der Mooring vor Neiafu, Dietrich hat etwas Probleme mit einem Ohr und möchte sich erstmal auskurieren. Nachdem wir MACARENA verproviantiert haben, brechen wir am Samstag auf und verholen uns zum Ankerplatz Nr. 6 vor Mala Island. Die Landschaft mit den kleinen Inseln über dem Riff ist malerisch, aber es ist ziemlich windig und es kommen kräftige Wellen über das Riff. In der Bucht von Neiafu und auch auf der Fahrt hierher waren wir sehr geschützt vor Wind und Wellen. Wir hatten tatsächlich nicht damit gerechnet, dass dieser Ankerplatz so wenig Schutz bietet, bzw. hatten es in der geschützten Bucht vor Neiafu überhaupt nicht registriert, dass schon wieder über 20 Knoten Wind wehen. Na, schaun wir mal, ob wir ein einigermaßen ruhiges Plätzchen zum Ankern finden. Hinter einer der kleinen Inseln im Riffbereich sind wir etwas geschützter und der Anker fällt bei rund 12 m Tiefe auf ein sandiges Fleckchen. Sicherheitshalber bringen wir die Floats an der Kette aus, damit wir keinen Schaden anrichten, wenn MACARENA um den Anker schwoit.
Sobald wir sicher fest sind, mache ich eine kleine Schnorcheltour, um den Anker zu kontrollieren. Heute ist es nicht besonders warm und ich ziehe lieber meinen dünnen Shorty an. Das Wasser ist sehr klar, der Anker liegt perfekt und die Floats halten die Kette gut über dem Grund, sehr schön! Dann kann ich ja noch ein bisschen weiter schnorcheln. Nicht weit entfernt finde ich mehrere Korallen-Bommies, die sehr stark bevölkert sind. Wow, so viele bunte Fische, das ist hier wirklich ein toller Schnorchelspot! Auch die Korallen sehen sehr schön, vielfältig und gesund aus. Ich entdecke sogar ein paar Fischarten, die mir unbekannt erscheinen und außerdem sehe ich über einer Anemone einen ziemlich großen Clownfisch. Er ist gelb und hat zwei blaue Streifen, offensichtlich gibt es regional von Bucht zu Bucht unterschiedliche Arten der Clownfische, sehr hübsch.
Als ich aus dem Wasser komme, ist der Wind unangenehm frisch und ich ziehe es vor, unter Deck zu duschen. Welch eine Freude, dass wir nach der Motorfahrt warmes Wasser haben, eine warme Dusche ist wirklich etwas ganz Besonderes an Bord.
Aus dem Cockpit beobachten wir das Riff und die Wellen und fragen uns, wie wir morgen wohl am besten und einigermaßen trocken zum Reef-Resort und zurück kommen. Anläßlich Dietrichs Geburtstag haben wir für morgen Abend einen Tisch reserviert. Wir hoffen sehr, dass Wind und Welle etwas nachlassen, sonst wird die Überfahrt mit dem Dinghi sehr naß. Das Reef-Resort wird von einem Österreicher betrieben, hat nur während der 4 Monate Wal-Saison geöffnet und die Küche hat einen exzellenten Ruf. Wir kommunizieren sehr nett ein wenig hin und her, aber um es kurz zu machen, das Wetter wird eher schlechter und die Vorhersage für Sonntag sieht noch unangenehmer aus. Bei dem Wetter tragen die 500 m Fahrt mit dem Dinghi nicht dazu bei, den Abend und das Essen angemessen zu genießen. Mit großem Bedauern sagen wir ab, verholen uns Sonntag zurück nach Neiafu und gehen an Dietrichs Geburtstag abends im „Kraken“ Restaurant auch ganz lecker Essen.