Sonntag in Apia
Kirchgang am Sonntag
Der Sonntag ist auf Samoa mehr oder weniger ausschließlich dem Kirchgang und der Familie vorbehalten. Es fällt nicht nur auf, dass es hier eine sehr hohe Kirchendichte gibt, wir stoßen auch immer wieder darauf, dass am Sonntag jegliche Arbeit ruht. Auch die Restaurants und Cafés sind bis auf sehr wenige Ausnahmen alle geschlossen. Wenn Glaube und Religion hier so eine große Bedeutung haben, wollen wir gerne mehr darüber wissen. Man hat uns gesagt, dass die Methodisten- Gemeinde den besten Chor hat, da gehen wir am Sonntagvormittag hin.
Die Kirche ist eher schlicht gehalten, innen bildet die Holzdecke einen schönen Kontrast zu den weißen Wänden und Säulengängen. Natürlich fallen wir als Fremde auf und werden von mehreren Gemeindemitgliedern persönlich sehr freundlich und mit Handschlag begrüßt. Verstehen tun wir von dem Gottesdienst natürlich nichts, er wird auf Samoanisch oder teilweise auf einem schwer verständlichen Englisch gehalten. Jedoch ist es sehr interessant, es sind rund 60 – 70 Leute in der Kirche, alle komplett weiß gekleidet. Die Damen schmücken sich mit tollen Hüten, alle sind sehr festlich herausgeputzt.
Die Gemeinde singt toll, innerhalb des Gottesdienstes wird für gut 20 min Platz geschaffen für einen Chor aus überwiegend jüngeren Gemeindemitgliedern, die ihren Gesang teilweise mit Tanz unterstreichen. Eine sehr engagierte Einlage!
Mit Debra und Kevin von der „Arvonna“ verbringen wir einige sehr vergnügliche Abende und entdecken viele Gemeinsamkeiten hinsichtlich unserer Boote und Törns. Entsprechend bedauern wir es, als wir am Dienstagmorgen ihre Leinen loswerfen und sie zu ihrem Törn nach Tonga verabschieden.
Das aktuelle Wetterfenster nutzen mehrere Yachten in der Marina und vom Ankerplatz. Ein Katamaran belegt den Liegeplatz von „Arvonna“ neu, so dass nun 3 Katamarane in der Marina liegen, MACARENA und die kleine, lokale Yacht neben uns sind die einzigen verbliebenen Monohulls. Insgesamt ist die Belegung sehr übersichtlich. Dazu kommen noch etwa vier Yachten vor Anker. Da man in Samoa zwar mit einem separaten Permit auch in anderen Buchten ankern kann, von den Ankerplätzen dann jedoch nicht an Land gehen darf, stellen die acht ausländischen Yachten in Apia derzeit wohl das aktuelle Gesamt-Kontingent an Seglern in Samoa dar. Es ist nicht überlaufen.


