Ankern vor „Coral Garden“
Mittwoch, 12. August 2026
Nachdem wir am Dienstag bereits für unsere Zeit an der Mooring bezahlt haben, verholen wir am Mittwoch in die Ankerbucht Nr. 16 vor Vaka Eitu Island. Die Ankerplätze im Vavau´u Archipel sind durchnummeriert, die offizielle Liste zählt 45 Ankerplätze, es gibt aber auch noch einige schöne Plätze, an denen das Ankern auch erlaubt ist, die nicht auf der Liste stehen. So viele Ankerplätze schaffen wir gar nicht…
Dies ist ein schöner Tag, nachdem das Wind- und Regengebiet in den letzten Tagen durchgezogen ist, freuen wir uns über die angenehmen Temperaturen und das sonnige Wetter.
Wie der Zufall so will, findet heute Abend in der Bucht bei David ein Tongan Feast“ mit Spanferkel und Buffet statt. Dieses Feast bei David wird von allen Seglern sehr gelobt, da kommen wir ja gerade rechtzeitig. Insgesamt rund 20 Segler treffen sich abends am Strand unter dem riesigen Banyan-Tree. Davids Familie hat ein großes Buffet aufgebaut und über einem Feuer wird ein Spanferkel gedreht. Die Familie ist sehr freundlich, das Essen und die Stimmung sind fantastisch, alle genießen diesen besonderen Abend. Die Töchter (oder Freundinnen) der Familie führen nach dem Essen auch einige traditionelle Tänze auf. Alle haben viel Spaß dabei und auch die Kinder wollen schon mitmachen.
Alle haben viel Spaß dabei und auch die Kinder wollen schon mitmachen.
Sternenhimmel über der Ankerbucht:
Am nächsten Tag suchen wir mit dem Dinghi ein bisschen, um einen guten Platz zum schnorcheln zu finden. Das Wasser ist teilweise etwas trüb durch aufgewühlte Schwebstoffe, das beste Schnorchelgebiet finden wir rund um die vorgelagerte Insel „Kulo“.
Freitag verholen wir uns ein kleines Stück an das östliche Ende der Insel und ankern dort hinter dem Riff zwischen den Inseln Langito´o und Vaka Eitu. WOW, das sieht ja ganz toll aus hier! Vor dem Riff leuchtet das Wasser über dem weißen Sand in wunderschönen Türkisfarben und der weiße Strand in der kleinen Bucht sieht aus wie aus dem Reise-Prospekt. Ich mache mich wieder auf zu einer Schnorcheltour und kann am Rande des Riffs eine ganze Kolonie „Nemos“ zwischen den Korallen und Anemonen entdecken.
Mit dem Gezeitenwechsel verändert sich die Umgebung relativ stark. Aktuell ist Springzeit, die Differenz zwischen Hoch- und Niedrigwasser beträgt etwa 1,20 m. Bei Ebbe schaut das Riff auf dem Wasser, bei Flut ist es völlig überspült. Entsprechend wird unser Ankerplatz vor und nach Hochwasser etwas unruhig. Und der hübsche Strand in der kleinen Bucht verschwindet bei Hochwasser völlig.
Als er am Samstagmittag bei Niedrigwasser wieder seine volle Größe erreicht hat, fahre ich mal mit dem Dinghi an den Strand und erkunde die Landspitze ein wenig.




Wir nutzen die abgelegene, sehr einsame Lage und das sehr klare Wasser, um den Wassermacher ordentlich laufen zu lassen und auch wieder unsere Flaschen mit Trinkwasser zu füllen. Am Sonntag verholen wir uns dann zurück an die Mooring vor Neiafu, denn Montag früh haben wir eine Wal-Tour gebucht.

















