Tapana Island,

Tapana Island,

Freitag, 11. – Donnerstag 17.09.2026

Für die vorhergesagte Winddrehung gefällt uns die Mooring hinter Tapana Island am besten. Dort können wir uns in alle Richtungen drehen, ohne die Ankerkette womöglich um eine Koralle zu wickeln oder den Anker wieder aus dem Grund ziehen.

Der Platz gefällt uns gut, die Bucht ist fast kreisrund und wird von verschiedenen kleinen Inseln und Riffdurchlässen umschlossen. So liegen wir in alle Richtungen gut geschützt. Bei unserer Ankunft begrüßt uns gleich eine riesige Schildkröte. Noch ist das Wetter sehr schön sonnig und trocken, wir genießen einen tollen Sonnenuntergang und einen grandiosen, wolkenlosen Sternenhimmel in völliger Dunkelheit. Vom Strand ist kein einziges Licht zu sehen.

In den nächsten Tagen bekommen wir noch mal Besuch von einer wirklich riesigen Schildkröte. Ich schaue auf und sehe sie, weil sie beim ausatmen so laut prustet, als hätte sie es von den Walen hier gelernt. Ganz entspannt taucht sie mehrmals zum Atmen auf und ab. Mit dem Dinghi ankern wir auf der Innenseite des nahen Passes und schwimmen gegen die Strömung auf die anderes Seite. Das Wasser ist nur etwa 1,50 m tief und die Sicht ist sehr gut. Ich freue mich sehr, als ich einen mächtigen Korallen-Bommie entdecke, der von einer großen Kolonie Clownsfische bewohnt ist. Überall sitzen sie in den Anemonen, gucken aus kleinen Höhlen hervor und tummeln sich zwischen vielen anderen Fischarten. Eine wirklich bunte Wohngemeinschaft, mit Algen und Korallen:


 

Ein paar Tage nach uns ankert „Josa“ neben uns. Natürlich nutzen wir die Gelegenheit für den einen oder anderen Plausch mit Jochen und Sabine und freuen uns sehr, als sie uns tolle Luftaufnahmen von dem Ankerplatz und MACARENA schicken. Aus der Luft erkennt man die fantastische Unterwasserstruktur mit ihren leuchtenden Farben erst so richtig.

Leider sind die nächsten Tage dann wieder ziemlich regnerisch, grau und relativ kühl. Wir nutzen die Zeit, um unsere Unterlagen und Anträge für die Einreise nach NZ vorzubereiten. Oha, das sind wirklich eine Menge Formulare, in denen sehr akribisch nach Details gefragt wird. Sowohl hinsichtlich der Bootspapiere und dem Bio-Security Plan, als auch nach persönlichen Dingen. Wir sollen z.B. belegen, dass wir in einer stabilen Beziehung leben… Hm, ob neben unserer Heiratsurkunde die Tatsache überzeugt, dass wir seit 4,5 Jahren gemeinsam von Deutschland nach NZ segeln?

Zurück in Neiafu, 17.09.2026

Am Donnerstag kehren wir nach Neiafu zurück. Der Wind weht mit um die 20 Knoten aus SSO und wir freuen uns, unter Genua mal wieder flott segeln zu können. Die große Flotte der Katamaran-Ralley hat Vava´u vor ein paar Tagen verlassen und wir haben Glück, eine freie Mooring zu erwischen. Unsere Vorräte sind ziemlich erschöpft, wir nutzen die nächsten Tage für einen grundlegenden Einkauf und probieren auch ein paar fertige Tiefkühl-Mahlzeiten, die von örtlichen Küchen angeboten werden. Die Essen sind lecker und bieten eine willkommene Abwechslung in der Bordküche. Das sind unsere Test-Essen; für die Überfahrt nach NZ wollen wir uns hier mit einigen Fertiggerichten verproviantieren, damit wir unterwegs nicht groß kochen müssen.

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