„ReefResort“ und „Japanese Garden“

„ReefResort“ und „Japanese Garden“

Dienstag, 08.09.2026
„ReefResort“

Am Montag lässt der Wind nach und die Sonne kommt wieder hervor. Wir nutzen das schöne Wetter, um uns auf die andere Seite der Insel zu verholen und ankern nach einer kurzen Fahrt erneut vor „Mala Island“ und dem „Reef Resort“. Hier steht ja noch ein Essen anlässlich Dietrichs Geburtstag aus. Für die nächsten Tage stimmt uns der Wetterbericht sehr optimistisch, dass wir diesmal mit unserem Dinghi eine trockene Überfahrt zum Restaurant haben werden. Wir ankern ziemlich wieder genau an derselben Stelle wie beim letzten Mal, das Fleckchen hatte uns ja sehr gut gefallen. Kurz nach uns ankern noch zwei weitere Boote in der Bucht. Das ist ja toll, beide Boote kennen wir. Das eine ist „Manna“, die wir 2024 auf den Marquesas kennen gelernt haben und das andere ist „Josa“, eine deutsche Yacht, mit der wir über No-Foreign-Land bereits mehrmals Kontakt hatten. Wir freuen uns, Jochen und Sabine nun persönlich kennenzulernen und auch über das Wiedersehen mit Julie und Curtis. Es gibt viel zu erzählen und einen regen Austausch von Boot zu Boot.

Dienstagabend fahren wir dann bei ruhigem Wetter an Land und machen am Ponton des „ReefResorts“ fest. Herwig kommt uns entgegen und nimmt unsere Leine an. Die Atmosphäre ist super nett und entspannt, wir fühlen uns sogleich sehr willkommen. Nach einem kurzen Schnack machen wir uns erst noch mal auf, das Dorf zu erkunden. Wir laufen ein paar hundert Meter am Ufer entlang und schlendern dann über die Dorfstraßen. Alles sehr ruhig, wir begegnen nur wenigen Bewohnern, werden aber immer sehr freundlich gegrüßt. Mitten im Dorf bestaunen wir einen kleinen Solarpark und eine Speicher-Station. Offensichtlich ziemlich neu gebaut, versorgt die Anlage das Dorf mit Strom. Ein Stück weiter entdecken wir einen kleinen Laden, also von der Größe her mehr ein Kiosk-Büdchen. Wir schauen mal, was es gibt und tatsächlich verkauft uns die freundliche Dame mit Übersetzungshilfe ihrer etwa 12-jährigen Enkelin sowohl Zucker als auch eine Papaya. Wir plaudern noch ein bisschen mit dem Mädchen, die erzählt, dass sie jeden Morgen mit ihrem Vater per Boot nach Neiafu fährt, um dort zur Schule zu gehen.

Im ReefResort ist das Ambiente sehr nett, die wenigen Tische sind toll eingedeckt. Wir kommen mit den Resort-Gästen am Nachbartisch in´s Gespräch und sie laden uns ein, uns doch zu ihnen an den großen Tisch zu setzen. Es sind zwei amerikanische Paare, die hier Urlaub machen und wegen dem Whale-Watching hergekommen sind. Es wird ein sehr unterhaltsamer Abend mit angeregten Gesprächen und sehr leckerem Essen. Der Kellner ist übrigens nicht nur der Mann, der per Boot die Liegegebühren kassiert, sondern auch der Vater des kleinen Mädchens im Dorf, von dem wir gerade den Zucker gekauft haben. Als wir uns später satt und zufrieden mit dem Dinghi auf den Rückweg machen, ist das Wasser ganz glatt und über uns funkelt ein mega intensiver Sternenhimmel.

Mittwoch, 09.09.2026
Wunderbare Welt im „Japanese Garden“

Die nächsten Tage nutzen wir zu verschiedenen Schnorchelausflügen. Zum einen breitet sich direkt vor unserem Bug bereits eine sehr schöne Unterwasserwelt mit vielen bunten Fischen aus. Wir schnorcheln direkt von Bord aus um die kleine Felsinsel vor uns und durch den Paß.

 

Mit dem Dinghi fahren wir noch zu der kleinen Insel, die südlich von Mala-Island liegt. Direkt vor der Insel können wir das Dinghi sicher verankern und schnorcheln in den „Japanese Garden“. Wow, das ist wirklich sehr schön hier! Ganz viele wunderschöne Korallen, die tatsächlich ein bisschen so aussehen, wie man sich Bäume in japanischen Gärten vorstellt und jede Menge bunte Fische im flachen Wasser. Ein ganz fantastischer Schorchelspot. Ich habe das große Glück, einen Oktopus direkt in seiner Höhle zu entdecken. Zuerst entdecke ich nur ein Auge, das mich anscheinend beobachtet. Dann sortiert er seine Arme neu und ist mit den typischen großen Saugnäpfe sehr gut zu erkennen.

Wir genießen zwei schöne, sonnige Tage an diesem besonders schönen Ankerplatz. Dann ist eine Wetteränderung angekündigt, bei der wir hier nicht mehr geschützt liegen. Es gibt ja so viele Ankerplätze zwischen den vielen Inseln rund um Vava´u.

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