Flughunde, Kirchenmusik, Tongan Dance & Kava

Flughunde, Kirchenmusik, Tongan Dance & Kava

Freitag, 07.08.2026

Im Restaurant Kraken treffen wir uns mit Shannon und Andy von „Tino Pai“ und Silke, deutsche Einhandseglerin der „Ocean Maiden“ zum klönen und Essen. Shannon und Andy kennen wir schon seit Aitutaki, seitdem ist viel passiert und es gibt einiges zu erzählen. Das Restaurant ist rappelvoll, jeden Freitagabend ist hier „Pub-Quiz“. Das ist immer sehr lustig, jedoch ist die Akustik so schlecht, dass wir die Fragen kaum verstehen. Dennoch schlägt sich unser Team ganz gut, aber zur Halbzeit ist es uns allen viiiel zu laut und wir fahren zurück zu den Booten.

Samstag ist es sehr windig, aber sonnig. Wir machen eine kleine Erkundungstour an Land und versuchen, möglichst nah an den großen Baum zu kommen, in dem die Flughunde leben. Offensichtlich behagt ihnen der Wind nicht besonders, alle hängen kopfüber und halten sich gut fest an den Schlaf-Ästen, der Flugbetrieb ist vorübergehend eingestellt.

Der weitere Weg bietet einen schönen Ausblick auf die Nachbarbucht, wir passieren den örtlichen Friedhof auf der Bergkuppe und laufen weiter zur großen Kirche über dem Ort. Dort finden wir die Zeiten für den Gottesdienst und beschließen, morgen am Sonntag dorthin zu fahren.

Am nächsten Morgen holen wir Silke ab und besuchen gemeinsam den Gottesdienst. Es ist immer noch sehr windig und ein kühler Tag für die Gegend. Alle Besucher tragen ihre Sonntagskleidung und haben sich ordentlich herausgeputzt, wir auch. Die große Kirche wird richtig voll, auf den vorderen Bänken singt der Chor inbrünstig und sehr schön. Das ist mit Abstand der beste Kirchenchor, den wir auf unserer Reise gehört haben. Da die meisten Kirchenbesucher in wunderschönen, selbst gemachten traditionellen Gewändern die Kirche besuchen, fragen wir im Anschluß einige Besucher, ob wir sie fotografieren dürfen und kommen darüber ein wenig in´s Gespräch. So erfahren wir, dass die umliegenden Dörfer abwechselnd den Chor für den Sonntagsgottesdienst stellen dürfen.


Ein ganz besonderes Kunstwerk: Ein Gürtel aus kostbaren, natürlichen dunklen Salzwasser-Zuchtperlen, angefertigt von der Großmutter der Trägerin, die ihn voller Stolz trägt. Den Wert diese Gürtels können wir nicht einmal erahnen!

Am Montag gehen wir beide zum Friseur, zum ersten Mal schneidet uns ein Chinese die Haare. Es ist sehr dunkel in seinem Friseursalon, die Verständigung ist nicht ganz einfach und sein Stil ist etwas eigenwillig. Aber nach etwas hin-und-her sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden, sehr kurz diesmal.

Außerdem nutzen wir den Service eines anderen Shops, uns individuelle T-Shirts mit Walen und einem Manta bedrucken zu lassen. Abschließend gehen wir im baskischen Tapas-Restaurant über dem Hafen spanisch essen. Das ist sehr lecker und erinnert uns nicht zuletzt daran, wie lange es schon her ist, das wir mit MACARENA in Spanien waren.

Für den nächsten Abend haben wir uns mit Ulrika verabredet, gemeinsam mit dem Dinghi zum „Harbourview“ ganz am Ende der Bucht zu fahren. Dort wird ein „Tongan Dancing & Kava“ Abend geboten. Das Essen ist lecker, der Blick über die Bucht hervorragend. Die anschließende Musik und Tänze der Frauen gefallen uns gut, die Bewegungen sind eher langsam und es gibt wohl sehr festgelegte Figuren. Die Inhaberin des Restaurants stellt die Kava in ihrem eigenen Ritual her, der Geschmack ist relativ mild und die betäubende Wirkung im Mund hält nur kurz an. Wir trinken jedoch auch jeder nur einen „wönzigen“ Schluck.

Auch von hier führen viele Wege… zu vielen Orten:

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