
Lezardrieux – Roscoff
Dienstag, 26.07.2022
Lezardrieux – Roscoff
Heute legen wir erst um 8.00 Uhr ab, um dem Wind eine Chance zu geben, sich zu entfalten. Die Ausfahrt aus dem Fluss führt an der Westseite der Ile de Brehat entlang und die Ufer sind extrem zerklüftet. Ein paar Mal wird Macarena deutlich vom Strom aus der Fahrtrichtung gedreht. Als wir aus dem engen Fahrwasser raus sind, können wir gut segeln, allerdings kommt der Wind westlich und wir müssen aufkreuzen. Der Strom hilft uns, so dass wir erstmal gut vorankommen. Am Nachmittag lässt der Wind nach und in rund 1,50 m Dünung schlagen die Segel zu sehr, so dass wir wieder auf den Motor zurückgreifen müssen. Bis Roscoff sind rund 50 Meilen zurückzulegen und wir wollen gerne noch bei hellem Einlaufen.
Im Yachthafen Roscoff bekommen wir einen Liegeplatz am Steg A zugewiesen, das ist sehr schön, wir haben kurze Wege auf dem Gelände.
Julia und ich machen noch einen kleinen Spaziergang zum alten Hafen und erkunden im letzten Licht noch ein wenig das kleine Städtchen.
Mittwoch, 27.07.2022
Roscoff
Wir fahren mit dem kostenlosen Rosko-Bus in den Ort und erfreuen uns an den kleinen Gassen, gepflegten Natursteinhäusern und dem Flair der kleinen, historischen Altstadt. Natürlich ist der Ort touristisch, aber wir empfinden dies in einem wenig aufdringlichen Maße und besuchen einige Läden zum Stöbern und auf Souvenir-Suche für Julia. Besonders gefällt uns ein Laden voller Fischdosen: Makrele, Sardinen und Thunfisch. Dies jedoch in allen nur denkbaren Zubereitungen, Variationen und tollen Verpackungen. Allein die Dosen sind so hübsch, dass man sie glatt fotografiert und natürlich kaufen wir ein ordentliches Kontingent.
Donnerstag, 28.07.2022
Roscoff und Ile de Batz
Wir bleiben noch einen weiteren Tag und fahren mit dem Ausflugsboot auf die vorgelagerte Ile de Batz. Die Durchfahrt zwischen Festland und Insel sieht sehr spannend aus, gespickt durch eine wirklich beeindruckende Vielzahl an Untiefentonnen.
Die Ile de Batz ist ein echtes Highlight! Einfach superschön! Tolle Vegetation, noch mehr Blumen, Palmen, weite Strände, kaum Autos, sehr hübsche Natursteinhäuser mit wunderschönen Vorgärten. Wir sind sehr begeistert und spazieren den Uferweg bis zum „chaos granitique en forme de menhir“ und am Leuchtturm vorbei wieder zurück. Unseren Urlaubstag auf der Insel runden wir ab mit Crepes, Café und Eis bis wir wieder auf die Fähre steigen. Als wir ankamen war Niedrigwasser, jetzt sind wir kurz vor Hochwasser. Die Landschaft hat sich gewaltig verändert und die Ausflugsboote legen jetzt direkt am Hafen an. Die lange Pier, über die wir beim anlanden zur Insel gelaufen sind, ist völlig überspült und das Boot passiert die Untiefentonne am Ende der Pier ganz cool auf der falschen Seite. Man muss sich eben auskennen.
Den Abend gehen wir im Restaurant am Hafen essen, das ist ausgesprochen lecker, hat eine sehr angenehme Atmosphäre und wir lernen die Segler am Nachbartisch kennen: Frank und Carolin aus Möchengladbach mit Cockerspaniel und einer Oceanis 56, die ihr Boot nach Brest überführen und dort ins Winterlager geben, um es in der nächsten Saison weiter Richtung Mittelmeer zu bringen.